Mehr Lesungen 2014

Lesungen mit Vera nentwich
Fotos: Rolf van Melis und Andere
Lesungen machen Spaß. Dies durfte ich glücklicherweise schon mehrfach erfahren. Sie kommen sicher auch meinem Bedürfnis entgegen, direkten Kontakt zum Publikum zu bekommen. Daher habe ich mir für das Jahr 2014 vorgenommen, mich intensiver darum zu bemühen, Lesungen halten zu können. Allerdings ist dies nicht so einfach. Viele Autorinnen und Autoren suchen nach diesen Möglichkeiten. Dazu kommt, dass noch nicht alle Veranstalter den Indie-Autoren offen gegenüberstehen. Was kann ich also tun?

Sicherlich kann ich auf positiven Erfahrungen der bisherigen Lesungen bauen. Sie haben nicht nur mir, sondern insbesondere auch dem Publikum großen Spaß gemacht. Ein potenzieller Veranstalter kennt mich im Regelfall aber gar nicht. Mir muss es also gelingen, ihm zu helfen und ein möglichst positives Bild von mir und meinen Lesungen zu übermitteln. In einem ersten Schritt habe ich eine kleine Präsentation zusammengestellt, die dabei hoffentlich hilft. Als nächsten Schritt muss ich nun noch einen Audio- oder sogar Video-Ausschnitt aus einer Lesung produzieren, damit die Veranstalter einen genaueren Eindruck bekommen. Eine Chorkollegin von mir macht tolle Videos und ist bereit, mir zu helfen. Jetzt muss ich nur noch eine Gelegenheit finden, eine Lesung zu filmen oder alternativ eine Videolesung produzieren. Dieser Teil des Projekts ist jedenfalls auf gutem Wege.

Dann heißt es, Veranstalter zu recherchieren und zu kontaktieren. Eine erste Quelle ist die Facebook-Gruppe "Autor sucht Lesung - Lesung sucht Autor". Hier tragen sich interessierte Organisatoren in eine Liste ein und man kann sich gute Tipps von anderen Autoren und Veranstaltern holen. Ich habe bereits einige der Organisatoren angesprochen. Immerhin kamen ein paar Rückmeldungen und ein erster Termin ist auch schon in Vorbereitung. Das macht Hoffnung.
Bei der Suche nach weiteren Veranstaltern stellt sich auch die Frage, wer geeignet ist. Bisher habe ich beim klassischen Buchhandel noch gezögert. Meine Bücher sind ja nicht über den normalen Buchgroßhandel zu beziehen. Andererseits, wer nicht fragt, der nicht gewinnt. Aber ich gebe zu, dass ich da eine Hemmschwelle habe. Es ist wie mit der Kaltakquise, die ich aus dem Berufsleben kenne. Ich brauche dazu einen längeren Anlauf. Aus dem Berufsleben weiß ich aber auch, dass ich diese Hemmschwelle überwinden kann. Das wird mir auch hier gelingen. Wer ansonsten noch potentielle Veranstalter kennt, nur immer her damit.

Eine weitere Variante wäre, selbst eine Gruppenlesung mit anderen Autoren zu organisieren. Ich gebe zu, bei dem Gedanken kribbelt es mir in den Fingern. Wer mich kennt, weiß, dass ich es liebe, solche Events zu organisieren. Ich könnte mich also gleich darauf stürzen. Aber ist das wirklich sinnvoll? Wen kann ich mit einer solchen Veranstaltung erreichen? Kommen da vielleicht doch nur die Menschen aus meinem weiteren Umfeld? Ein Ziel der Lesungen ist es aber doch, den Leserkreis zu erweitern? Es könnte zwar Spaß machen, so etwas zu organisieren, aber ich muss kritisch hinterfragen, ob ich damit meinem Ziel wirklich näherkomme.

Das Projekt „Mehr Lesungen 2014“ ist also sicherlich eine Herausforderung, aber es läuft an. Ich werde mich einfach mal herantasten und sehen, wohin es mich führt, und ob ich bei einigen mit Hemmungen belegten Bereichen den inneren Schweinehund überwinden kann. Ich werde berichten.

Nachtrag: Die Aktivitäten tragen Früchte. Die erste Lesung steht fest.
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2 Kommentare Mehr Lesungen 2014

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