Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Gerne stelle ich mir vor, wo ich in zehn Jahren sein werde. Jacques stellt mir meinen Café Creme hin. Wir plaudern kurz, denn mittlerweile spreche ich Französisch. Er regt sich wie immer über den französischen Präsidenten auf. Dann geht er und kümmert sich um die anderen Gäste, während mein Blick das morgendliche Treiben an der Rue de Bretagne aufnimmt. Jacques und ich kennen uns, seitdem ich gelegentlich Paris besuche, dann immer in diesem Café mein Frühstück genieße und die Tageszeitung studiere. Später werde ich mein Tablet aufklappen und weiter an dem Roman schreiben, auf den der Verlag schon so sehnsüchtig wartet. So könnte ein Tag in meinem Leben im Jahre 2024 aussehen. Wie sieht dein Tag im Jahre 2024 aus?

Du hast keine Zeit für solche Spinnereien?

Tagtäglich sind wir gefangen in unseren Abläufen. Gehen zur Arbeit, bringen die Kinder zur Schule, putzen die Wohnung, ärgern uns über die eingegangenen Rechnungen und sitzen am Abend vor dem Fernseher. Alles ist Routine. Im Regelfall beschäftigen wir uns nicht ausführlich damit, was wir wann tun und warum. Wir funktionieren.

Genauso, wie wir automatisch beim Autofahren auf die Bremse treten, wenn wir eine rote Ampel sehen, gehen wir auch durchs Leben. Und das ist zum größten Teil gut so. Würden wir jede noch so selbstverständliche Handlung immer wieder hinterfragen, kämen wir weder beim Autofahren noch im Leben sehr weit. Dennoch hilft es, sich gelegentlich zu fragen, warum man das tut, was man tut und vor allen Dingen, wohin es einen führen soll. Das Bild, wie ich im Café in Paris sitze und mit Jacques plaudere, bessert sofort meine Laune und lässt mich die Pflichten des Tages wesentlich schwungvoller angehen.

Muss man das Ziel nicht konkretisieren?

Viele kennen die einschlägigen Ratgeber, die einem helfen sollen, erfolgreich zu sein, und ein Leben nach seinen Wünschen zu erreichen. Da heißt es immer, dass zu einem Ziel ein Zeitpunkt und quantifizierbare Ergebnisse gehören. Doch bei der Visualisierung seines Wunschbildes geht es gar nicht darum, ein konkretes Ziel zu erarbeiten. Das Letzte, dass wir benötigen, ist noch mehr Druck, noch mehr Arbeit und Verpflichtung. Was wir wirklich brauchen ist Hoffnung und sind Träume. Wenn ich mir Paris an einem Sommermorgen ausmale, dann gibt mir das einfach ein gutes Gefühl. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe keine Ahnung, ob ich in fünf Jahren immer noch die gleiche Vorstellung von einem Tag im Jahre 2024 haben werde. Vielleicht haben sich meine Interessen und Vorlieben bis dahin komplett geändert. Aber dann werde ich sicher ein anderes, ebenso verlockendes Bild finden, das mir genauso gut tun wird.

Der Weg ist das Ziel

Zugegeben, es ist eine etwas abgedroschene Aussage, aber wie bei vielen abgedroschenen Aussagen, ist auch diese sehr richtig. Das Leben ist ein ständiger Weg ins Ungewisse. Wir können einfach so gehen oder wir können ihm eine Richtung geben. Ich finde es schöner, die verschiedenen Schritte zu machen und dabei gelegentlich im Hinterkopf zu haben, dass ich demnächst in Paris bei einem Café mit Jacques plaudern werde. Natürlich kann mich der Weg noch an Gabelungen führen, deren Abzweigungen mir wesentlich verlockender erscheinen. Dann gehe ich vielleicht dort entlang. Aber ganz ohne eine Vorstellung, wohin ich gehe, fühle ich mich den Wirren des Schicksals vollständig ausgeliefert. Und wer meine Bücher kennt, weiß, dass dies nicht immer ohne blaue Flecken vonstattengeht. Da halte ich es doch lieber mit dem weisen Tony Curtis, der einmal gesagt hat: »Nur wer Traumschlösser baut, kann auch darin wohnen.«

Ich baue weiter an meinem Traumschloss. Deshalb habe ich auch die Aktion »Raus aus dem Nirvana« gestartet, um meinem aktuellen Buch zu einem guten Start zu verhelfen und die Chancen auf die Realisierung meines Traums zu steigern. Bitte hilf mit, klicke gleich hier und gönne die einen besonderen Lesespaß.
Es wäre doch schade, wenn Jacques im Jahre 2024 vergebens auf mich warten müsste.
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4 Kommentare Wo siehst du dich in zehn Jahren?

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    Gravatar Image eva 10.11.2014 20:01:01

    hallo

    Hallo,

    in 10 Jahren, keine Ahnung und darüber mache ich mir im Moment auch keine Gedanken.

    In 10 Jahren bin 75 Jahre alt und ich weiß wirklich nicht, wie sich alles entwickeln wird.

    Wenn es so bleibt wie bisher, bin ich schon froh.

    Mit lieben Grüßen Eva

      Gravatar Image Vera Nentwich 11.11.2014 10:03:01

      Alles ist gut

      Hallo Eva, es ist doch schön, wenn man sagen kann, alles ist gut genau so, wie es ist. Ich hoffe, dass ich diesen Status in zehn Jahren, wenn ich dann 65 bin, auch erreicht habe.

      Gravatar Image Alex L 01.01.2015 15:14:38

      Schwer zu sagen!!

      Hallo Vera,

      hm....sehr schwer zu sagen, wo ich mich im Jahre 2024/25 befinden würde. Ich stelle es mir so vor, dass ich vll. in Deutschland oder der Schweiz bin, erfolgreich im Beruf bin und in meiner Freizeit weiterhin ein ambitionierter Blogger bin und auch viel Erfolg mit meinen Projekten im Internet habe. Das wünsche ich mir.

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      Aber der Weg des Schicksals kann auch anders ausfallen und man wird vll. völlig andere private Interessen haben. Es wäre schön, wenn ich da noch bloggen würde, denn das ist derzeit meine Lieblingsbeschäftigung.

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      Auch wenn ich an meinem Heimatort 2024 bleibe, macht mir nichts aus, aber wenn schon, dann stelle ich mir einen privaten und beruflichen Erfolg vor :). Mal sehen, wie es dann wirklich sein wird. Ich lasse mich vom Leben überraschen und bin ein spontaner Mensch!