Mein Buch aus dem Nirvana kicken

Mein Buch aus dem Nirvana kicken
Self-Publishing Marketing 4 Kommentare

Wie bist du auf das Buch aufmerksam geworden, das du zuletzt gekauft hast? Hat ein bekanntes Fernsehgesicht damit in einer Talkshow in die Kamera gewedelt? Bist du einfach so in den Buchladen und hast dir die Werke auf den Tischen am Eingang angesehen? Oder war das Buch in der Spiegel-Bestsellerliste aufgeführt? Dies sind alles Erfolgsgaranten für Bücher. Doch als Selfpublisherin stehen mir diese Mittel nur bedingt zur Verfügung. Was kann man also tun?

Entscheidend ist der Point-of-Sale

Als Point-of-Sale (PoS) beschreibt man den Verkaufspunkt, also die Stelle, an der der Käufer seine Kaufentscheidung fällt. Jedes Jahr erscheinen 80 bis 100 Tausend Bücher. Mit zunehmenden Erfolg des Selfpublishing, d.h. das Veröffentlichen eines Buches direkt durch den Autor ohne einen Verlag, steigt diese Zahl exponentiell. Wie soll man es da schaffen, dass das eigene Werk von den potenziellen Lesern wahrgenommen wird? Selbst im klassischen Buchhandel verstauben tolle Werke ungesehen in den Regalen. Wenn sie es dorthin überhaupt schaffen. Nur große Verlage können sich Vertreter leisten, die den Buchhandel betreuen und für gute Buchplatzierungen sorgen. Kleinen Verlagen und Selfpublishern stehen diese Wege nicht zur Verfügung. Was also tun? Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in eine Talkshow eingeladen werde, ist eher gering, obwohl ich nichts dagegen hätte. Bis zur Spiegel-Bestsellerliste ist es auch noch weit. Für mein Buch ist der entscheidende Buchladen die Onlineplattform von Amazon. Der Büchertisch am Eingang ist dort die Liste der meistverkauften Bücher im Allgemeinen oder in meinem Genre Humor. Taucht mein Buch hier auf, gibt es eine gute Chance, dass ein Käufer zugreift. Allerdings kann man den Platz nicht kaufen.

Der magische Verkaufsrang

Grundlage für die Listung auf diesen Seiten ist der Amazon-Verkaufsrang. Es gibt ganze Abhandlungen dazu, wie sich der Verkaufsrang ermittelt. Im Genauen ist dies natürlich ein Geheimnis von Amazon und man kann davon ausgehen, dass an der Berechnung auch gerne mal geschraubt wird, um die Gewichtungen zu verschieben. Im Großen und Ganzen kann man aber sagen, dass die Anzahl der Verkäufe in einem Zeitraum entscheidend sind. Viele Verkäufe in kurzer Zeit lassen den Rang ansteigen. Je kürzer der Zeitraum, in dem die Verkäufe entstehen, desto höher der Anstieg. Ist also ganz einfach. Nun muss ich also nur noch dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen in kürzester Zeit mein Buch kaufen. Leichter gesagt, als getan.

Da hilft nur ein Schnäppchen

Da ich erst am Anfang stehe und leider noch nicht über eine so große Fangemeinde verfüge, die alleine dafür ausreicht, mein Buch in die vorderen Ränge zu katapultieren, muss ich andere Register ziehen. Was immer einen Anreiz darstellt, ist ein Schnäppchen. Die Möglichkeiten, ein Buch zu einem Sonderpreis anzubieten sind durch die Preisbindung und beim klassischen Buch durch die Druckkosten begrenzt. Das eBook bietet mehr Möglichkeiten. Es hat keine Druckkosten, und da der Vertrieb nur über eine Plattform erfolgt, trifft eine Preisänderung sofort alle Kanäle und die Anforderung der Preisbindung ist erfüllt. Viele Autorenkollegen haben in der Vergangenheit hr eBook sogar gratis angeboten. Ich halte aber gar nichts davon, ein Werk zu verschenken, in dem neben jeder Menge Herzblut auch eine nicht unerhebliche finanzielle Investition steckt. Zudem hat sich gezeigt, dass die Nachhaltigkeit solcher Gratisaktionen eher begrenzt ist. Das eBook von »Kick ins Leben« kosten € 2,99. Dies ist sicher kein exorbitanter Preis. Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, kann ich den Preis kurzzeitig auf 99ct. senken. Das ist definitiv ein Schnäppchen. Doch wie erfahren dies die Schnäppchenjäger?

Preisaktion promoten

Wie schon beschrieben, reicht meine Fangemeinde noch nicht aus, um einen nennenswerten Effekt zu erzeugen. Es gibt aber verschiedene Plattformen, die über einen ausreichenden Abonnentenstamm verfügen. Allen voran ist XTME zu nennen. Diese und andere Plattformen, wie ebookninja.de, ebook-hunts.de, ebook-rabatte.de oder bookpost.de, versorgen ihre Nutzer regelmäßig mit den Informationen zu aktuellen eBook-Deals. Als Selfpublisherin habe ich die Möglichkeit, dort meine Preisaktion bekanntzugeben. Greifen genügend Nutzer zu, kann ich mein eBook dadurch in einen sichtbaren Bereich katapultieren. Natürlich entscheiden letztlich die Qualität des Buches und die Markttauglichkeit darüber, ob die Nutzer auch wirklich zugreifen. Mein Buch ist gut, das bestätigen die vielen begeisterten Rezensionen. Ist es auch markttauglich? Das werde ich dann wissen.

Aktion »Raus aus dem Nirvana« gestartet

Meine Aktion ist nun gestartet. Die verschiedenen Plattformen sind informiert. Parallel habe ich auch eine Anzeige bei Facebook geschaltet. Mal sehen, welchen Effekt dies zusätzlich bringt. Allein die Kosten für die gesamte Aktion betragen ca. € 150,-. Bei einem Verkaufspreis von 99ct. bleiben mir 30ct. an Tantiemen. Ich muss also alleine 500 eBooks im Aktionszeitraum verkaufen, um nur die Kosten für die Aktion einzuspielen. Funktioniert der Plan und mein eBook erreicht im Aktionszeitraum einen oberen Platz in den Verkaufslisten, dann stehen die Chancen gut, dass es auch später zum vollen Preis entdeckt und gekauft wird. Da dann die Tantiemen wesentlich höher sind, habe ich die Möglichkeit, meine Kosten für die Aktion und hoffentlich noch etwas darüber hinaus einzunehmen. Ich kann nur hoffen, dass diese Rechnung aufgeht. Während ich diese Zeilen schreibe, hat mein eBook »Kick ins Leben« den Verkaufsrang #110.018, steckt also irgendwo in den Tiefen des Nirvanas und ist unauffindbar für den, der nur stöbert. Es sind sieben Tage, die zeigen werden, ob sich die Arbeit und die Investitionen in dieses Werk auszahlen. Ich freue mich im Übrigen über jede Unterstützung. Also gerne die Info großflächig weiterverbreiten, dass es da ein lustiges eBook zum günstigen Preis gibt.

Ich werde berichten, wie weit es mein eBook gebracht hat. Sollte ich es dann in die Bestsellerliste schaffen oder demnächst gar in einer Talkshow mit meinem Buch in die Kamera wedeln, dann kriegst du das ja sowieso mit.


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