Die Widersprüche im Buchmarketing

Die Widersprüche im Buchmarketing
Self-Publishing Marketing 20 Kommentare

Wie erreiche ich meine potenziellen Leser? Mit dieser Frage beschäftigen sich unzählige Selfpublisher. Sieht man sich an, welche hauptsächlichen Probleme bei der aktuellen Selfpublishing-Befragung genannt wurden, so rangiert Marketing einsam an der Spitze. Dementsprechend voll ist das Netz mit entsprechenden Ratgebern. Ich habe sie zwar nicht alle gelesen, aber sehr viele. Und ich versuche, die Tipps umzusetzen, doch immer wieder stoße ich dabei auf ganz zentrale Widersprüche.


Widerspruch 1: Authentisch sein und die Content Strategie planen


Der Kernsatz eines jeden Marketingratgebers lautet, dass man authentisch sein soll. Da werden Beispiele genannt, z.B. die Autorin, die ihren Hund liebt und deshalb ständig Bilder von ihm postet. Es gibt auch so gehaltvolle Tipps, wie »Posten Sie ein Foto Ihrer Kaffeetasse.«. Wenn ich ein Foto meiner Kaffeetasse posten würde, wäre dies nicht authentisch, denn ich neige nicht dazu, etwas Nichtssagendes zu posten. Was wiederrum sehr authentisch für mich ist, aber das sieht dann ja keiner.
Meine alktuelle Bürokaffeetasse

Meine alktuelle Bürokaffeetasse


Nun soll ich aber meinen Content planen. Ich soll planen, wie ich authentisch wirke. Also überlege ich krampfhaft, welchen Teil meines Lebens die Leserinnen und Leser wohl ansprechend und hoffentlich als authentisch empfinden würden. Also, hier dann mal meine aktuelle Bürokaffeetasse. Es mag sein, dass Du mich nun als authentisch empfindest. Dumm ist nur, dass ich es dann nicht mehr tue. Darüber nachzudenken, was ich sinnvoll posten könnte und authentisch zu sein, widerspricht sich für mich.

Widerspruch 2: Für die Zielgruppe bloggen und Nutzen bieten


Es ist sehr wahrscheinlich, dass du diesen Artikel gerade liest, weil du selbst Selfpublisher bist und dir einen Nutzen für dein eigenes Marketing versprichst. Vielleicht hattest du bisher überhaupt noch keine Ahnung, dass es mich überhaupt gibt. Dich haben das Thema und eine Nutzenerwartung hierhin gelockt. Das ist in Ordnung und ich gebe zu, ich habe es ja auch darauf angelegt. Wenn ich nun Sachbücher zu Autorenmarketing schreiben würde, wäre dies die perfekte Synergie. Du würdest sehen, dass ich Expertin bin, und wärst nicht abgeneigt, dir meinen Ratgeber zuzulegen.

Dumm ist nur, dass ich Belletristik schreibe. Natürlich könnte es sein, dass du auch dafür zur Zielgruppe gehörst, aber der Weg von diesem Blogartikel zum Kauf eines meiner humorvollen Bücher ist sicher weiter. Also müsste ich zielgerichteter für meine Zielgruppe bloggen. Dazu gehört es, erst einmal zu wissen, wer meine Zielgruppe überhaupt ist. Da ich glücklicherweise schon ein paar Bücher verkauft habe, bekomme ich langsam einen Eindruck dazu. Meine Zielgruppe sind Erwachsene, eher älter ab Mitte 30, zu 90% Frauen. Sie stehen fest im Leben und lieben es zu lachen. Dieser Artikel interessiert sie nicht die Bohne, zumal die Internetaffinität in meiner Zielgruppe wahrscheinlich auch nicht ganz so ausgeprägt ist. Wahrscheinlich würde ich mehr Menschen aus meiner Zielgruppe erreichen, wenn ich einen Gartenblog machen würde. Nur interessiert mich Garten überhaupt nicht.

Widerspruch 3: Zum Bücherkauf animieren und nicht ›Kauf mein Buch‹ zu sagen


Sie sind überall verhasst. Autorinnen und Autoren, die Beiträge mit der einzigen Aussage »Kauf mein Buch« posten. Allerdings ist es im Webmarketing auch erwiesen, dass die Personen vor dem Schirm in weitaus größerer Zahl reagieren, wenn sie klar zur Handlung aufgefordert werden. Der sog. Click-to-Action-Button gehört zur Grundausstattung jeder Webseite. Wird in Social-Media-Postings direkt dazu aufgefordert, den Beitrag zu teilen, machen dies viel mehr Leser. Ähnlich verhält es sich mit dem Popup auf diesem Blog, der dich dazu auffordert, meinen Newsletter zu abonnieren. Wahrscheinlich hast du ihn schon weggeklickt. Ich hoffe, du hast dich nicht darüber geärgert. Aber da du noch liest, scheint dies nicht so zu sein. Gelegentlich bekomme ich Feedback von Blogbesuchern, die sich über dieses Popup ärgern. Dabei ist es doch wirklich dezent, oder? Fakt ist aber, dass die Abonnenten exponentiell gestiegen sind, seid ich dieses Fenster eingeschaltet habe. Am rechten Seitenrand gibt es auch eine Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren, nur benutzt die kaum jemand.

Beim Buchmarketing ist es ähnlich. Ich kann noch so tolle Posts von meiner Kaffeetasse machen, irgendwann muss ich auch sagen: »So, hier ist mein neues Buch, kauft es!« Zu erwarten, dass jemand die Kaffeetasse bewundert und sich dann sagt »Och, schöne Kaffeetasse. Mal gucken, was sie so geschrieben hat. Vielleicht kaufe ich dann ein Buch.«, ist sehr optimistisch. Machen wir uns nichts vor, Werbung muss sein. Zum Kauf animieren, ohne direkt darauf hinzuweisen, geht einfach nicht.

Gibt es eine Lösung?


Sind diese Widersprüche überhaupt aufzulösen? Ich denke nicht. Vielleicht hast du ja eine geniale Lösung, dann brenne ich darauf, sie zu erfahren. Gleich in den Kommentar damit. (Wieder eine klare Handlungsaufforderung.)

Meine Lösung ist es, die Widersprüche zu ignorieren und das zu machen, wonach mir ist. Auf jeden Fall gebe ich dann ein authentisches Bild ab, auch wenn es Außenstehende nicht so empfinden, weil es nicht ihre Vorstellung von Authentizität erfüllt. Ich blogge, weil es mir Spaß macht und einfach zu mir passt. Okay, »Kauf mein Buch« sage ich noch zu wenig. Das muss ich noch ändern. Also, kauf mein Buch!


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20 Kommentare Die Widersprüche im Buchmarketing
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  • Sehr authentisch

    Liebe Vera,

    ganz wunderbar, du sprichst mir aus dem Herzen. Bei mir ist es noch lustiger, da mein derzeitiges SP-Projekt *eigentlich * ein Jugendbuch ist.

    Wie soll ich da authentisch was posten, das für meine Zielgruppe relevant ist? Wie soll ich 16-jährige Follower jenseits (ich WEISS, dass das kleingeschrieben wird, aber irgendweine komische Autokorrektur, die ich nicht ausschalten kann, macht es immer wieder groß...) der Jugendlichen generieren, die ich persönlich kenne und mit denen ich im Garten Volleyball spiele oder so?

    Also mache ich es wie du.

    Ich schreibe das, worauf ICH Lust habe.

    Vielleicht ist das nächste Woche mal eine Leseprobe. Oder ein Coverentwurf. Oder meine Kaffeetasse.

    • Sehr authentisch

      Liebe Julia,

      genauso machen wir das. Ich denke, es werden sich dann schon die richtigen Fans einfinden, auch wenn es vielleicht länger dauert. Steter Tropfen höhlt den Stein.

      Ich wünsche dir viel Erfolg.

      Herzlichen Gruß,

      Vera

  • DIE WIDERSPRÜCHE IM BUCHMARKETING

    Ich habe mir den Artikel mal zu Gemüte geführt. Ich bin keine Self-Publisherin, um das schon mal vorweg zu nehmen.

    zu 1. Authentizität: Damit ist nach meiner Ansicht nicht gemeint, dass man seine Kaffeetasse oder ähnliches postet. Auf so eine Idee bin ich bislang nie gekommen. Eher geht es doch darum, dass man nur das schreibt, was einen wirklich interessiert. Als Self-publisher würde ich beispielsweise darüber schreiben, was ich im Zusammenhang des Buches gerade erlebt habe oder was ich nicht erlebe, ruhig auch mal Frust loslassen (sollte man nur nicht übertreiben).

    zu 2. Zielgruppe: Das ist schon richtig erkannt worden. Dazu braucht man Geduld. Auf der anderen Seite bin ich etwas verwundert, wenn man ein Buch schreibt, dann hat man doch eigentlich eine gewisse Vorstellung von dem, wen ich erreichen will, zumindest könnte man um nicht zu sagen sollte man, sich spätestens am Ende des Buches überlegen. Natürlich sieht die Werbestrategie bei einer Frau im Alter zwischen 30 und 40 Jahren anders aus, als bei einem jungen Mann um die 20 Jahre.

    zu 3. Kaufanimierung: Ja, ich bin genervt von den ganzen Pop-up-Fenstern und oft genug verlasse ich die Seite sofort umgehend. Sie wirken auf mich sehr aufdringlich. Da muss ich schon ziemlich gut gelaunt sein, um auf der Seite zu bleiben (was heute der Fall ist, Glück gehabt :-).

    Etwas grundsätzliches: Jeder Self-Publisher hat natürlich einen Nachteil: Er oder sie müssen sich um alles selber kümmern, auch um die Werbung. Bis Menschen bereit sind, ein Buch zu kaufen, muss er den Autor / die Autorin mindestens einmal in irgendeiner Form begegnet sein. Im Klartext: es geht um den Namen und um die Frage, ob man was mit dem Namen verbindet. Eine Strategie wäre, die sozialen Netzwerke so zu nutzen, dass man möglichst viele Follower bekommt und wirklich nur das schreibt, was einen interessiert. Vor allem braucht man eines: Geduld, Geduld, Geduld und immer und immer wieder etwas schreiben, posten, was auch immer, wonach einem gerade ist. Der Artikel ist doch ein sehr guter Anfang.

    • DIE WIDERSPRÜCHE IM BUCHMARKETING

      Danke für dein Feedback. Lass mich kurz darauf eingehen.

      Zu 1.: Mit Authentizität ist gerade nicht gemeint, nur über sein Schreiben etc. zu berichten. Der Mensch hinter der Autorin soll sichtbar sein. Was natürlich bedeutet, dass man sich überlegt, welche seiner Facetten denn der Öffentlichkeit mitteilen möchte.

      Zu 2.: Du hast recht. Unter idealen, marketingorientierten Bedingungen überlegt man sich vorher, welche Zielgruppe man anvisieren möchte und erarbeitet das Schreibprojekt genau in diese Richtung. In der Realität kommen einem einfach so tolle Ideen und man guckt dann erst später, ob sie zu einer Zielgruppe passen oder ob man sie an ein Zielgruppe anpassen kann.

      Und grundsätzlich Kleine Verlage haben genau die gleichen Probleme wie Selfpublisher. Das Idealbild des Verlages, der tierisch Marketing für seine Autoren macht, gibt es nur begrenzt.

      Herzlichen Gruß,

      Vera

      • DIE WIDERSPRÜCHE IM BUCHMARKETING

        Zum Punkt Verlage. Es stimmt, es gibt Verlage, da werden Schriftsteller hundsmiserabel betreut. Solche Verlage sind Scheinverlage, am schlimmsten sind jene, die für ein belletristisches Buch auch noch vom Autor Geld verlangen. Jeder wirkliche kleine Verlag hat vielleicht nicht das große Geld für Marketing, jedoch hat er ein großes Interesse daran, dass einmal investierte Geld wieder herauszubekommen und möglichst auch noch Gewinn zu machen. Alles andere wäre für einen Verlag glatter Selbstmord.

        Einen Verlag zu finden, der zum Werk passt, ist nicht einfach, ja, er ist steinig, aber der Weg als Self-Publisher ist mindestens genauso steinig. Ich finde Self-Publisher für den Buchmarkt durchaus bereichernd, ich befürchte nur, dass sich viele den Weg zu einfach vorstellen und am Ende sehr, sehr, sehr enttäuscht und ausgebrannt sind.

        • DIE WIDERSPRÜCHE IM BUCHMARKETING

          Hallo Claudia,

          da hast du wohl recht. Wenn man mit seinem Buch einen Leserkreis jenseits von Freunden und Familie erreichen möchte, wird es schnell anstrengend. Da ist es fast egal, ob mit oder ohne Verlag. Aber es macht auch Spaß. Mir zumindest.

          Herzlichen Gruß,

          Vera

      • zur Zielgruppe

        Die Zielgruppe zu finden ist manchmal sehr schwer. Mein Roman hat als Zielgruppe Menschen, die zwischen 20 und 99+ sind, die gerne spannende, komplex geschriebene, nicht gerade durchschnittliche, intelligente, humorvolle, actiongeladene, sehr menschliche mit Herz erzählte Geschichten mögen. Für mich steht zuerst einmal die Geschichte im Vordergrund, die ich erzählen will und nicht der Mensch, für den ich sie erzähle. Da wäre ich beim Schreiben bereits unauthentisch. Am besten wären Leser von Terry Pratchett, Douglas Adams und Tom Holt oder RObert Rankin. Aber welche Zielgruppe ist das? Nicht Thriller, nicht Fantasy, nicht Krimi, aber von allem ein wenig. Vielleicht sollte ich Frauenromane für Frauen zwischen 20 und 40 schreiben. Ach ja, das wird die nächste Reihe. Aber auch de bewege ich mich zwischen den Schubladen. Also Zielgruppe finden kann extrem schwierig sein, wenn man nicht gerade ein 08/15 Krimi-, Liebesroman- oder Thrillerautor ist.

        • zur Zielgruppe

          Hallo Markus,

          du hast das Dilemma gut beschrieben. Einfach darauf setzen, dass dich die Zielgruppe schon finden wird.

          Herzlichen Gruß,

          Vera

      • Die Widersprüche im Buchmarketing

        Hallo Vera,

        du hast den Nagel mal wieder auf den Kopf getroffen. Wenn ich deine Analyse zusammenfasse, komme ich zu dem Schluss, dass die Anwendung der offiziellen Marketingstrategien mit Sicherheit dazu führt, unbekannt zu bleiben.

        Es gibt nur eine Ausnahme: Wenn du niemandem erzählst, dass du schreibst, dann kann auch niemand deine Bücher kaufen.

        Grüße aus der Nischenliteratur ;)

        Ryek

        • Die Widersprüche im Buchmarketing

          Hallo Ryek,

          so ist es, wenn man gar nichts macht, erfährt erst recht keiner von den Büchern. Also kann man eigentlich nur sein Ding machen und darauf hoffen, dass es irgendwann Früchte trägt.

          Herzlichen Gruß,

          Vera

        • Gerade rechtzeitig

          Hallo Frau Nentwich,

          dieser Artikel erreicht mich zu genau der richtigen Zeit. Ich zweifle gerade an meinen Marketing Bemühungen. Doch ihre Einschätzung, die ich zu 100% teile, zeigt mir, dass ich nicht allein dastehe mit meinem Problem.

          Vielen Dank für den tollen Artikel.

          Liebe Grüße und ein wundervolles Wochenende

          Markus Walz

          • Gerade rechtzeitig

            Hallo Herr Walz,

            es freut mich, wenn ich trösten konnte. Dann wünsche ich trotz allem viel Erfolg bei den bemühungen.

            Herzlichen Gruß,

            Vera

          • Ein Anfang?

            Wo soll ich anfangen?

            Das Pop-up stört mich auch - weil ich dich ohnehin verfolge. Und mit meinem Feedreader (sry, Newsletter) sehr glücklich bin :-)

            Ich denke, du hast etwas übersehen: Du hast zwei Kompetenzen entwickelt. Und das ist wichtig, Würdest du nur über dein Schreiben posten, wäre das irgendwann langweilig. Du wirkst aber auch kompetent in Marketing-Fragen und hast dir ein Bild als Mensch aufgebaut. Besser geht es nicht :-)

            Widersprüche... ich finde das Bewusstsein "gut", dass man Menschen manipulieren kann. WEnn man ihnen nur genügend Fotos von Kaffeetassen gibt, kaufen sie ein buch xD

            • Ein Anfang?

              Hallo Evy,

              danke, dass du mir folgst. Ich liebe deinen Feedreader daher auch.

              Du meinst, ständiges Posten der Kaffeetasse würde doch Menschen zum Buchkauf anregen? Hm, muss ich mal drüber nachdenken. :-)

              Herzlichen Gruß,

              Vera

            • Einfach ein gutes Buch schreiben? :-)

              ... das ist jetzt ernst gemeint, kein Scherz, weil gerade dann die Empfehlungen über Blogger und "Stille Post" von selbst einsetzen. Aber die Tragik daran: Kann klappen, muss aber nicht. Aber eine gute Basis ist es allemal.

              • Einfach ein gutes Buch schreiben? :-)

                Hallo Heike,

                jedes Jahr erscheinen alleine ca. 80.000 Verlagstitel. Von den unzähligen Selfpublishingwerken will ich gar nicht reden. Vom überwiegenden Teil dieser Bücher erfahren wir nie etwas. Um nicht zu dieser Masse der ungesehenen Bücher zu gehören, muss man sich schon bemühen. Natürlich hast du recht, dass das Buch dann auch gut sein sollte, denn ansonsten hilft das beste Marketing nichts. Wobei die Maßstäbe, nach denen ein Buch als gut bewertet wird, sicher flexibel sind. Ich behaupte mal selbstbewusst, dass ich die Voraussetzung, gute Bücher geschrieben zu haben, erfülle. Gerade deshalb wäre es fast schon tragisch, wenn niemand davon erfahren würde. Also bemühe ich mich mit Leibeskräften darum.

                Herzlichen Gruß,

                Vera

              • Spricht mir aus der Seele

                Hallo Vera,

                ich bin über twitter auf diesen Artikel gestoßen und habe neben ein paar "genauso ist es" auch ein paar mal herzlich gelacht. Letztes Jahr habe ich sehr viel Zeit investiert, alles übers Blogmarketing zu lernen (sehr spannend) und dachte, ich könnte vielleicht diejenige sein, die den Trick findet, wie Belletristik-Autoren mit Blogmarketing Erfolg haben können. Leider fand ich ihn nicht und mein Fazit ist: Blogmarketing funktioniert nicht für Belletristik-Autoren. Und: keine existierende Marketingstrategie übertrifft den Werbeeffekt des nächsten Buches. Klar, mein Newsletter und meine Facebookseite haben Wirkung, wenn ich dort poste, dass was Neues erschienen ist, deswegen mache ich damit auch weiter. Aber nichts ist so wichtig, wie das nächste Buch zu schreiben und sich als Autor weiterzuentwickeln und zu verbessern. Daher werde ich mich in Zukunft ganz darauf konzentrieren und an Marketing nur das machen, was mir wirklich Spaß und Freude macht. Ich denke, das ist es auch, was mit authentisch gemeint ist. Nicht was man postet, sondern wie man es postet. Du hast jetzt hier nämlich doch deine Kaffeetasse gepostet, aber eben auf eine sehr authentische Art, die dich mir gleich sympathisch macht und mich bei der Stange gehalten hat. :)

                Liebe Grüße,

                deine Alana

                • Spricht mir aus der Seele

                  Hallo Alana,

                  finde ich schön, dass du zu mir gefunden hast. Natürlich ist das Wichtigste für eine Autorin, gute Bücher zu schreiben, aber um in der Masse der Schreiberlinge bemerkt zu werden, ist es schon wichtig, auch die neuen Medien zu nutzen. Bei allen Schwierigkeiten glaube ich schon, dass Bloggen hilfreich ist. Nur eben nicht auf diesem direkten Weg, wie es in anderen Bereichen dargestellt wird. Es ist ein wesentlicher Bestandteil des Imageaufbaus. Veröffentlichungen auf einem Blog sind dauerhafter als auf den Social-Media-Plattformen und haben daher auch länger anhaltende Wirkung. Und mir persönlich macht es einfach Spaß. Aber wenn man sich dazu zwingen muss, ist es sicher nicht das Richtige. Aber das gilt für alle Tätigkeiten. Und du hast mich dadurch ja auch gefunden. Kann ich definitiv als Erfolg verbuchen.

                  Herzlichen Gruß,

                  Vera

                  • Bloggen

                    Klar, das stimmt, ich tue diese Dinge ja auch und ich will es dir gar nicht ausreden. Vielleicht bist du ja diejenige, die den Code knackt. :) Ich habe auch eine Weile lang gebloggt und wurde von vielen gefunden. für meine Verkaufszahlen hat das aber null und nichts gebracht. Jetzt blogge ich nur noch, wenn es mir wirklich unter den Nägeln brennt, rein aus Spaß an der Sache. Meine anderen Social Media Aktivitäten bringen definitiv mehr. Aber es muss ja auch jeder seinen eigenen Weg finden, es gibt kein richtig oder falsch.