Immer wieder einen Titel finden

Immer wieder einen Titel finden
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Es ist doch immer wieder das Gleiche. Da habe ich monatelang am neuen Werk gebastelt, endlich das Wörtchen »Ende« darunter gesetzt, da fangen die richtigen Qualen erst an: Ich muss einen tollen Titel dafür finden. Und glaubt mir, es bereitet mir wirklich Qualen, denn der Titel entscheidet über so Vieles. Und ich habe noch das Trauma meiner ersten Buchtitel im Hinterkopf.


Der Titel lockt die Leser


Der Titel ist so ziemlich das Erste, das potenzielle Leser wahrnehmen. Er entscheidet darüber, ob die Leser das Buch näher betrachten. Er muss also ihr Interesse wecken. Dies tut er mit einer Kombination verschiedener Auslöser.

Auslöser 1: Der Titel ist etwas anders.


Damit der Leser beim Überfliegen verschiedener Buchtitel hängen bleibt, muss dieser etwas anders sein als erwartet. Es muss diesen Bruchteil einer Sekunde geben, die man stockt, um den Sinn zu erfassen und einzuordnen. Allerdings sollte man auch nicht länger benötigen.

Auslöser 2: Der Titel passt zum Genre.


Es gibt die genretypischen Buchtitel. Es soll sogar Wörter geben, die in Titeln bestimmter Genre am besten auftauchen, um erfolgreich zu sein. In gewissem Maß ist diese Aussage das Gegenteil von Auslöser 1 und dieser Umstand macht es so schwierig, die richtige Kombination zu finden. Allerdings sollte man eher auf das Anderssein verzichten, als den Titel völlig unterschiedlich zu den üblichen Titeln des Genres zu gestalten. Also lieber weniger anders als zu viel anders.

Auslöser 3: Der Titel muss ein Bild entstehen lassen.


Wenn es ein genretypischer Titel ist, ergibt sich das Bild im Kopf des Betrachters schon alleine durch dessen Leseerfahrung. Titel wie »Eiskaltes Blut« sagen alles über das Werk aus, dass natürlich tunlichst auch diese Erwartung erfüllen sollte. Zu sehr konstruierte Titel oder solche, die nur zu verstehen sind, wenn man den Inhalt des Buches bereits kennt, sind das Gegenteil dessen. Wenn ich Menschen um die Meinung zu meinen Titelideen frage, bekomme ich oft gesagt, man könne es nicht entscheiden, wenn man das Buch nicht kenne. Aber das Gegenteil ist der Fall. Ein guter Titel muss überhaupt keine Dinge o.ä. aus dem Buch aufgreifen. (Er kann es aber natürlich.) Er muss aber auf jeden Fall ein passendes Bild erzeugen.

Nun zum konkreten Problem.


Es geht um den Titel meines nächsten Biene-Hagen-Krimis. Die Rahmenbedingungen sind klar definiert.

Es ist eine Reihe, der Titel muss zu den anderen passen


Optimal sind vier Wörter, wobei der Rhythmus das Entscheidende ist. Insgesamt sieben Silben und einem einsilbigen Wort am Schluss erzeugen diesen.
Die bisherigen Titel sind:
Die Erfahrung hat gezeigt, dass der zweite Titel schlechter angenommen wird. Er ist nicht eindeutig genug und der Rhythmus passt auch nicht.

Es sind humorvolle Krimis.


Also muss sowohl erkennbar sein, dass es Krimis sind und dennoch muss Humor spürbar sein. Schlüsselwörter wie »Tote«, »Mörder« u.ä. sind gute Wege, um den Krimi deutlich zu machen.

Jetzt bist du dran


Ich habe mir das Hirn zermartert, den Freundeskreis genervt und nun einige Titelideen zusammengetragen, die ich mir vorstellen könnte. Nun ist es an dir, mir deine Meinung zu sagen. Es geht nicht darum, sachlich zu prüfen, was infrage kommt. Es geht mehr darum, wie diese Titel bei dir die o.g. Auslöser anbringen. Hier geht es nun zur Berfragung und ich bin sehr gespannt auf deine Meinung.

P.S.: Sollte dir die geniale Titelidee für mein neuestes Werk in den Sinn gekommen sein, kannst du dies natürlich gerne mitteilen. Wenn sie mich vom Hocker haut, schmeiße ich gerne alles Bisherige über den Haufen.


Noch ein P.S.: Am 28. Juni findet die offizielle Buchstartparty von Biene Teil 4 in der Willicher Buchhandlung statt. Sichere dir gleich dein kostenloses Ticket!


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